Immer wieder treffen wir auch auf eher unliebsame Besucher und Bewohner in unseren Gärten. Einen Garten ohne Schädlinge gibt es leider nicht. Schädlingen vorbeugen oder Schädlinge natürlich bekämpfen kann man allerdings, wenn man auf einen gesunden, lockeren Boden achtet, der nicht überdüngt ist und starke, gesunde Pflanzen setzt. Sie sollten nicht zu eng nebeneinanderstehen, damit Luft und Sonne die Blätter und Triebe erreichen. Sorgen Sie dafür, dass keine Staunässe beim Gießen entsteht und lockern sie den Boden regelmäßig auf. Unter diesen optimalen Voraussetzungen wird der Garten dann meist selber mit Krankheiten oder Schädlingen fertig.
Verzichten Sie auf chemischen Dünger. Eigener, selbst hergestellter Kompost und/oder organische Düngemittel versorgen den Boden mit den richtigen Nährstoffen. Verhindern sie die Ausbreitung von Unkraut durch Gründüngung oder Ausbringung von Mulch.

Schädlinge natürlich bekämpfenVerzichten Sie auf Monokulturen im Garten. Monokulturen sind immer viel anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Und eine Vielfalt an Pflanzen, wobei auch immer auf die richtigen Nachbarpflanzen geachtet werden sollte, sind nicht nur ein Schutz gegen Krankheiten und Schädlinge, sondern erfreuen unser Auge auch noch ganz besonders.

Trotz aller Vorsichts- und Pflegemaßnahmen kann es jedoch immer passieren, dass sich eine Krankheit ausbreitet oder Schädlinge sich breitmachen. Jetzt muß man etwas tun. Verzichten Sie auf jeden Fall auf die chemische Keule, die zwar immer sehr wirksam ist, aber auch viele Nützlinge umbringt und auch sonst eher negative Auswirkungen auf unser Umwelt hat.

Doch wie rücken Sie den unliebsamen Besuchern zu Leibe? Wir haben ein paar Tips gesammelt.

Blattläuse sind eine hervorragende Nahrungsgrundlage für die beliebten Marienkäfer.

Alle Marienkäfer sind ausgesprochene Nützlinge und dem Menschen fleißige Helfer bei der Gartenarbeit, ernähren sie sich doch von Blattläusen. Und wenn Gefräßigkeit im Allgemeinen auch nicht als gute Eigenschaft gilt, die Gefräßigkeit des Marienkäfers ist gern gesehen: Mehr als 50 Blattläuse kann unser Siebenpunkt an einem Tag fressen und auch seine Larve schafft ähnlich große Tagesrationen in ihren letzten Larventagen. Eine Siebenpunktlarve vertilgt im Laufe ihrer vierwöchigen Entwicklung 500 Blattläuse! Wenn man bedenkt, dass ein Weibchen des Siebenpunktes im Frühjahr und Frühsommer Hunderte von Eiern in kleinen Gelegen von je 10-40 Stück in die Nähe von Blattläusen an Stengel und Blätter von befallenen Pflanzen heftet, dann kann man ungefähr ermessen, wie viele Blattläuse von einem einzigen Käfer und seinem Nachwuchs in einer einzigen Gartensaison vertilgt werden und wie biologisch wirksam Marienkäfer in ihrem Umfeld sind. (Quelle: Naturschule)

Sollten Sie keine Marienkäfer in ihrem Garten finden, kann man diese mittlerweile auch im Internet bestellen.

Ein bewährter Schädlingsbekämpfer ist auch der sehr einfach herzustellende Brennesselsud. Sammeln Sie ein Kilo Brennesseln in einem Kübel, gießen Sie sie mit ungefähr zehn Litern Wasser auf und lassen Sie sie mindestens eine Woche stehen, besser noch zehn Tage zugedeckt in der Sonne stehen. An der Oberfläche bildet sich während des Gärens nun eine Schaumkrone, sobald diese weg ist, kann der Sud eingesetzt werden. Gegen Blattläuse kommt er unverdünnt zum Einsatz, wenn sie ihn eins zu zehn verdünnen können Sie ihn auch gegen Nacktschnecken einsetzen.

Wußten Sie, dass man Schnecken auch mit Schnecken bekämpfen kann. Lesen Sie unseren Bericht über Schnecken im Garten.

Ein sehr beliebtes biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel ist auch Knoblauch. Knoblauch ist bei bestimmten Gemüsen eine sehr beliebte Nachbarpflanze, da schon allein seine Anwesenheit für die Abwesenheit von Schädlingen sorgt. Erdbeeren, Salat, Karotten, Paradeiser, Erdäpfel und vieles mehr profitiert von der vielseitigen Pflanze.

Im Internet finden sich unzählige Tipps gegen Schädlinge, prüfen Sie diese jedoch sorgfältig, ob sie auch für üfr ihr Problem in Frage kommen. Im Zweifelsfall stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

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